INTERNATIONALES FESTIVAL DER INNOVATIVEN DOKUMENTARFILMKUNST

Dass der Dokfilm eine Wandlung erfährt, kann man gut finden oder einfach übergehen. In jedem Falle kann man von einer „Weitung“ sprechen, und dies ist nicht etwas das dem klassischen Dokfilm gefährlich werden könnte. Vielerorts werden andere dokumentarische Verfahren eruiert, exploriert. Was die Webdoku noch nicht ganz schafft, sicherlich bedingt durch fehlende Investitionen, gilt es vielleicht aber etwas mehr aus einer theoretischen Perspektive aus durchzudenken. Wie können Geschichten angesichts neuartiger Produktions- und Narrationsmöglichkeiten präsentiert werden, wie können sie sich selbst neu erschaffen? Ein Film war bis dato medienspezifisch etwas abbgeschlossenes, aber sind nicht auch skizzenartige Darstellungswege interessant? Etwas, das zunächst unfertig daherkommt, aber gerade durch die Transparenzmachung seiner Entstehung, eine gewissen Mehrwert für die Betrachter offenbart?

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Die in Wien stattfindende Veranstaltung widmet sich dezidiert innovativen Methoden und Formaten, denen bis heute ein konkretes Forum zu fehlen scheint.

„[…] Allein aufgrund des ihnen innewohnenden Bruchs mit dem Etablierten haben sie es generell schwer, die Auswahlprozedur von Festival-Jurys zu überstehen, die keinen speziellen Fokus auf filmische Innovation legen. D.h. dass viele Filme, die für UNDOX ausgewählt werden, zuvor nur selten gezeigt worden sind – und zu sehen sein werden.“

 

http://dokulab.org/undox/

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