Chris Marker in Berlin auf der Berlinale 2020

Bildschirmfoto 2020-02-07 um 10.31.03

On vous parle de Paris: Maspero, les mots ont un sens, ein Dokumentarfilm von 1970 mit François Maspero. „Ein Verleger lässt sich nicht mit Worten definieren“. Der Film entstand im Rahmen der militanten Filmgruppe SLON, wie sich u.a. zum Ziel gemacht hatte Gegeninformationen zu den staatlich veranlassten Medien zu liefern.

Zusammen mit weiteren Filmen im Bereich Antikriegsfilm, wird der Film von Marker sowohl im Jubiläumsprogramm der Berlinale als auch in der Ausstellung PART OF THE PROBLEM der inzwischen 15. Ausgabe des FORUM EXPANDED zu sehen sein. Vertreten ist auch die Künstlergruppe The Otolith Group mit ihrer Arbeit INFINITY minus Infinity, die sich immer wieder direkt auf Marker bezieht und damit seinerzeit den Turner-Preis gewann.

 

 

Essayistik als Gesellschaftsbild Textbekenntnisse. Von schonungslosen Essayistinnen

Bildschirmfoto 2020-02-02 um 10.55.07

Ein interessanter Beitrag des Deutschlandfunks, welcher sich mit dem Ich als Narrativperspektive beschäftigt. In vielen Filmessays stellt sie eine bewährte Maßnahme der Subjektivierung dar. So generiert die Briefform, eine gespiegelte Variante der 1. Person Singular, die stets von der 3. Person Singular eingeleitet wird („Er schrieb mir…“), den so benötigten Mehrwert an Aufmerksamkeit in SANS SOLEIL. Die rekurrente Setzung innerhalb des Films, in welcher der Wechsel von der 3. in die 1. Person erfolgt, tranchiert die Handlung in Intervalle die der Betrachter erwartet, gleichwohl strukturiert sie.

Der Beitrag des Deutschlandfunks verweist u.a. auf den individualisierten Zeitgeist, welchem das Ich einerseits fast schon naturgemäß anhaftet, gleichzeitig aber auch schon dem Überdruss gefährlich nahe kommt in der Literatur.

ARTIKEL